Fronleichnam

2023-06-08 Fronleichnam (45)

Der wolkenlose, strahlend blau Himmel hielt in diesem Jahr was er versprach und bescherte den SteingadenerInnen im Gegensatz zum letzten Jahr ein sonniges und trockenes Fronleichnamsfest. Bereits um 8:30 Uhr begann der Festgottesdienst auf dem Marktplatz, der von der Musikkapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Christoph Weiß und dem Kirchenchor Steingaden gestaltet wurde. Neben den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine waren auch zahlreiche Gläubige aus Steingaden sowie einige Urlauber zum Fronleichnamsgottesdienst gekommen. Der Ortsgeistliche Pater Petrus Adrian konnte zudem den Konzelebranten Florian Geis aus der Wies begrüßen. Die mit fortschreitender Zeit steigenden Temperaturen veranlassten den Dirigenten dazu, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte an Fronleichnam auch den Musikern das Kommando „Juppe ra“ zu geben, das diese angesichts des Sonnenplatzes befürworteten. Allerdings hatte zu diesem Zeitpunkt noch keiner bedacht, dass die nützlichen Notentaschen in den Joppen bei der späteren Prozession dann nichtmehr für die Kirchenbüchlein zur Verfügung stehen werden. Während die weibliche Anatomie und die Dirndlschneiderinnen den Frauen eine geeignete „Notenablage“ für derlei Fälle an die Hand gegeben hatten, waren die Männer zu wilden Improvisationen zur Verstauung der Kirchenbüchlein während der Prozession gezwungen, die hier besser nicht näher beschrieben werden. Erfreulicherweise ist dennoch nichts über einen Verlust von Notenbüchern bekannt. Nach der Messe und einer etwas gedrängten Aufstellung zur Prozession sowie einer kurzen Verzögerung wegen zu Hause liegen gelassener Schlagzeugerstecken, bewegte sie die Prozession vom oberen Marktplatz über die Prämonstratenserstraße zum neuen Friedhof, wo der Altar aufgebaut worden war. Nach der Statio zog die Prozession wieder zurück in den Marktplatz, wo die beiden Geistlichen die Feier dann beendeten. Anschließend waren alle Mitwirkenden zum traditionellen Weißwurstfrühstück im Gasthof Graf eingeladen, der aufgrund der Schließung des Gasthof Post, der bisher ebenfalls die Kirchgänger mit Weißwürsten bewirtet hatte, aus allen Nähten platzte. Die hervorragenden Weißwürste machten diese kleine Unannehmlichkeit allerding wieder wett.

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