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25.04.2018
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15.07.2017 18:11 Uhr

Die Anstifter

Die Proberei hat sich gelohnt! Am Samstag, den 15.07.2017 feierte die Kulturgemeinschaft Steingaden Premiere des neuen Freilichttheaters „Die Anstifter“ von Karl Müller Hindelang und Christian Schönfelder im Fohlenhof Steingaden und erntete dafür große Anerkennung und viel Lob. Natürlich durfte bei so einem Ereignis auch der Musikverein Steingaden nicht fehlen und stellte so das rund 30-köpfige Projektorchester unter der Leitung von Dirigent Georg Müller. Im Gegensatz zur Bühnenmusik des 2011 aufgeführten Stücks „Wunder Wies“ fiel die als Bindeglied wirkende Musik aus der Feder von Joachim Schreiber weit weniger Umfangreich aus, was den Musikern aber wenig ausmachte, da sie so mehr Zeit hatten das bunte Treiben auf der imposanten Freilichtbühne zu beobachten und zu kommentieren. Die von Schreiber komponierte Musik verband raffiniert Melodien bekannter geistlicher Lieder mit neuen Akzenten, die teilweise auch als Ohrwürmer in den Köpfen der Mitwirkenden umhergeistern. Einen ersten Ausblick auf das Freilichttheater hatte die Musikkapelle bereits an ihrem Frühjahrskonzert gegeben, welches sie mit der Uraufführung der Ouvertüre zu „Die Anstifter“ eröffnet hatte. Eine besondere Herausforderung der musikalischen Gestaltung des Stücks lag in der Koordination von Chor und Orchester. Ob die gewählte Variante mit zwei Dirigenten auf der Bühne – einer für den Chor und einer für das Orchester – sich auch bei anderen Projekten so durchsetzen wird, bleibt jedoch fraglich...

Einzelne Musiker hatten sich der Schar der Schauspieler angeschlossen und auch Vorstand Andi Strauße erhielt sogar eine kleine Sprechrolle als Musiker. Wer ein klassisches Historienspiel im Stil von Welfs Erbe und Wunder Wies erwartet hatte, wurde nach dem ersten Akt sichtlich überrascht, als die Handlung ausgelöst durch einen Texthänger eines der Hauptdarsteller, vom Hochmittelalter in die Jetztzeit rutschte. Dieser Bruch erlaubte es den beiden Regisseuren die Botschaft des Hl. Norberts im Kontext aktueller gesellschaftlicher und politischer Ereignisse zu interpretieren.

Nach den vielen Proben und den insgesamt zehn Aufführungen vermochte jeder der Musiker den Text der Schauspieler fehlerfrei wiederzugeben und auch die Highlights des Stücks wurden jedes Mal aufs Neue fleißig kommentiert –„Wie blöd ist das denn!“. In besonderer Erinnerung werden vermutlich auch die kleine „Aftershow Partys“ am Bierstand hinter der Tribüne bleiben, bei denen die übriggebliebenen Pausensemmeln verzehrt wurden und natürlich frisch gezapftes Bier und der ein oder andere Schnaps den Weg in die Kehlen der Mitwirkenden fanden. Abschließend bleibt anzumerken, dass sich die vielen zähen, nervenaufreibenden Proben gelohnt haben und ein jeder Stolz auf dieses Gemeinschaftsprojekt sein kann.