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Am Mittwoch, den 11. März, stattete das Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen mit seinem Leiter Major Rudolph Phielmayr der Mittelschule Steingaden erneut einen Besuch ab. Nachdem das Gebirgsmusikkorps nach dem Konzert im Herbst selbst angefragt hatte, ob es im Frühjahr ein weiteres Konzert in Steingaden spielen dürfe, hatten die Steingadener dieses Angebot selbstverständlich angenommen. Bis auf den letzten Platz war die Turnhalle der Mittelschule besetzt und die MilitärmusikerInnen präsentierten ein anspruchsvolles Konzertprogramm vor ausverkauftem Haus. Dass Dirigieren anstrengend sei aber Spaß mache, bewies Dirigent Piehlmayr mit seinem lebhaften Dirigat unter vollem Körpereinsatz während des Konzerts immer wieder aufs Neue und präsentierte mit seinem Orchester Blasmusik auf Spitzenniveau. Zur Eröffnung boten die gut 50 Musikerinnen und Musiker die „Festliche Ouvertüre“ von Dimitri Schostakowitsch dar, die auch als Auftakt zu den anstehenden Feierlichkeiten anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Gebirgsmusikkorps gesehen werden darf. Das Konzert war von Adaptionen klassischer Werke für Blasorchester geprägt und so wurden des Weiteren der „Marsch der dt. Kaisergarde“ von Wilhelm Vogt, das spätromantische Stück „Bernhard von Weimar in der Schlacht von Lützen (1632)“ von Richard Strauß, dessen Arrangeur Gottfried Veith aus Bozen persönlich zum Konzert angereist war, sowie die Polka aus der Operette „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana gespielt. Als einen Höhepunkt des Abends kündigte Piehlmayr schließlich die Uraufführung von „Sky over Tristan de cunha“ des Rostocker Professors für Popularmusik Benjamin Köthe an, der ebenfalls zum Konzert erschienen war. Diese dem Musikkorps auf den Leib geschnittene Rhapsodie ist eine Folge an Melodien und Stimmungen beim Erkunden der Atlantikinsel Tristan de cunha. Im Zweiten Teil des Konzerts präsentierte das Orchester die Intrada zu Leo Janáčeks Sinfonietta, Richard Wagners Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“, den „Niebelungenmarsch“ von Gottfried Sonntag, Tschaikowskis „Polonaise“ aus der Oper Eugen Onegin und „Three dances aus On the Town“, welches dem Komponisten Leonard Bernstein die Tor an die Broadway Bühnen öffnete und eine Liebeserklärung an die Stad New York ist. Vor der offizielle Teil des Konzerts zu Ende ging überreichte der Vorstand des Musikvereins Steingaden einen Scheck über 1000€ aus dem Erlös des Benefizkonzerts zu Gunsten der Mittelschule Steingaden an die Gemeinde Steingaden. Der Rest des Erlöses kommt der Jugendarbeit des Musikvereins zugute. Als kleines Dankeschön überreichte Strauß dem Dirigenten Piehlmayr, der zudem humorvoll und mit vielen Hintergrundinformationen durch das Programm geführt hatte, einen Fresskorb. Als Schlussstück erklang schließlich der mit äußerster Präzision gespielte Marsch „Zum Städtele Hinaus“ von Georg Meissner. Dem kräftigen Applaus des Publikums folgte schließlich als Zugabe der Traditionsmarsch des Gebirgsmusikkoprs, der „Kaiserjäger-Marsch“ von Karl Mühlberger. Zu Ende ging der Abend schließlich mit der Bayern- sowie der Deutschlandhymne. Der Musikverein Steingaden dankt dem Gebirgsmusikchor Garmisch-Partenkirchen herzlich für das beeindruckende Konzert und hofft darauf das Orchester auch zukünftig wieder in Steingaden begrüßen zu dürfen.

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