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Wie bereits im Jahr zuvor begann der Volkstrauertag für den Musikverein in diesem Jahr im Welfenmünster. Dort fanden sich ab zwanzig nach 9 die Musikerinnen und Musiker, teils eiergestärkt, ein und erwarteten den Zug der Fahnenabordnungen. Deren Einzug wurde dann mit einem Prozessionsmarsch musikalisch begleitet. Zu Beginn des Gottesdienstes erklang von den gut 40 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung ihres Dirigenten Christoph Weiß ein Klassiker: The spacious Firmament. Die Noten zum anschließenden Eingangslied waren bereits hergerichtet und Dirigent Weiß holte bereits aus, um den Einsatz zu geben, als die Orgel von der Empore herab tönte. Kirchenmusiker Erik Konietzko hatte dem Musikverein das Eingangslied weggeschnappt, welches er mit einem fulminanten Vorspiel einleitete. Einen gelungenen Gegenakzent zum seit Jahrzenten militärisch geprägten Protokoll war der auf dem Flügel begleitete Sologesang einer Sängerin des Jugendchors, der dem Anlass eine neue Nuance gab. Der Männerchor trug in gewohnter Weise ebenfalls mit zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes bei. Während der Predigt klärten Dirigent Weiß und Kirchenmusiker Konietzko hinter der Sakristei-Tür – wie echte Männer – die Verhältnisse und der Dirigent konnte das Sanctus für den Musikverein erringen. Nach einer Runde Hutweitwurf im Hornregister und einem Instrumentalstück zur Kommunion verließen die Musikerinnen und Musiker das Welfenmünster bereits vor der Gedenkfeier zum Volkstrauertag und formierten sich auf dem Marktplatz. Einige Sonnenstrahlen kämpften sich ihren Weg durch die Wolken und sorgten für angenehme Temperaturen. Nach gut 15 Minuten zogen auch die Fahnenabordnungen zusammen mit allen Anwesenden aus dem Welfenmünster und marschierten dann unter Vorantritt der Musikkapelle zur Kranzniederlegung zum Kriegerdenkmal. Nach einem kurzen Gebet des Ortsgeistlichen Pater Joiyce spielte der Musikverein das bayerische Militärgebet, bei dem der Dirigent glatt ein Viertel unterschlug, sowie das Lied vom guten Kameraden. Hier erwiesen sich die Veteranen im Vergleich zum Vorjahr allerdings als rückschrittlich, da sie sich entschlossen hatten doch nochmal die staubige Salut-Kanonen auszupacken, was zu einigem Zucken

bei den Musikerinnen und Musikern führte. Hernach führte der Musikverein den Zug zum Gasthofgraf an, wo es zunächst eine Stärkung mit Weißwürsten und Wienern gab. Anschließend spielte der Musikverein von viertel nach Zwölf bis halb zwei zum Frühschoppen auf. Dabei erklang ein marschorientierts mit einigen Polka-Perlen verfeinertes Programm. Abschließend dankte der Vorsitzende des Veteranenvereins den Musikerinnen und Musikern für die musikalische Umrahmung des Tages.

 

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