Kirchenkonzert26102025-6589

Mit dem feierlich-pompösen Stück „Fanfare & Chorus“ von Dietrich Buxtehude eröffnete Dirigent Christoph Weiß mit seinen gut 50 Musikerinnen und Musikern das Kirchenkonzert am Sonntag, den 26. Oktober im vollbesetzten Welfenmünster in Steingaden. Der Ortsgeistliche Pater Joyice Lanithottam begrüßte zu Beginn des Konzerts die Besucherinnen und Besucher und gab dem Konzert mit seinen einleitenden Worten „Musik ist die Sprache Gottes. Sie übersteigt alle Grenzen und wo Worte versagen, öffnet sie Türen.“ einen passenden Charakter, der auch in der Stückauswahl immer wieder zu finden war. Mit dem „The Earl of Oxford’s March“ von William Byrd brachte das Orchester festliche Klänge aus dem 16. Jahrhundert in das Welfenmünster. Anschließend hatten die Zuhörer beim Trompeten Solo „Wenn die Augen glänzen“ aus der Feder von Martin Eller Zeit, sich an diejenigen Momente zu erinnern, in denen einfach alles stimmte, wie Daniela Schelle überleitete, die mit kurzen Gedanken durch das Konzert führte. Gespielt wurde das Solo von Ingrid Schütz, die am Ende des Konzerts zusammen mit den anderen Solisten des Nachmittags viel Applaus erntete. Mit dem Kyrie, dem Sanctus und dem Stück „Gedanken an Dich“, aus der Pöhamer Musikantemesse von Mathias Rauch, die von Wolfgang Gasser auf der steirischen Harmonika begleitet wurde, erzeugte der Musikverein nachdenkliche Stimmungen. Auf eine kurze Stille, in der die Zuhörerinnen dazu eingeladen waren, an diejenigen Menschen zu denken, die sie geprägt haben, intonierte Dirigent Weiß den ergreifenden Choral „Locus Iste“ von Anton Bruckner. Ein weiterer Höhepunkt des Konzerts folgte darauf mit dem bekannten Stück „Halleluja“ von Leonard Cohen, bei dem Paula Eicher mit ihrer voluminösen Stimme ihr Debüt als Sängerin gab und damit das Publikum in ihren Bann zog. „Von guten Mächten“ in der modernen Fassung des Arrangeurs Martin Scharnagl verbreitete schließlich eine Stimmung der Zuversicht, die auch besonders den Inhalt des zugehörigen Liedtexts aufgreift. Als Abschluss des Konzerts hatte Dirigent Weiß das Stück „Amen“ von Pavel Stanek gewählt, auf das langanhaltender Applaus mit Standing Ovations folgte. Dieser galt besonders den drei SolistInnen des Abends Ingrid Schütz, Wolfgang Gasser und Paula Eicher. Als Zugabe und gemeinsamen Abschluss des Konzerts erklang „Großer Gott wir loben dich“ bei dem die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Mitsingen eingeladen waren.

Nach dem gemeinsamen Abbau versammelten sich die Musikerinne und Musiker beim Gasthof Graf zu einer Brotzeit und um den Erfolg des Konzerts zu feiern. Bei der Voranmeldung hatte der erste Vorstand die Feierwütigkeit seiner Musikerinnen und Musiker unterschätz, sodass anstatt der 15-20 angekündigten Musikerinnen und Musiker sich auf einmal an die 40 blaue Juppen in der Gaststube tummelten, was die Wirtsleute zum Improvisieren zwang. Fluchs wurde noch eine Gulaschsuppe in der Küche gezaubert, sodass sich schließlich alle mit Suppe und Brotzeit stärken konnten und keiner hungern musste. Ein herzliches „Vergelt’s Gott!“ den Wirtsleuten für ihre Spontanität!

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