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19.06.2019
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19.05.2019 12:08 Uhr

Fahrzeugweihe Feuerwehr Lauterbach

Von: Jakob Hindelang

„Trara! Es brennt…“ das hat es gottseidank nicht wirklich, es brannten lediglich Herz und Temperament, besonders bei den Lauterbacher Feuerwehrlern angesichts ihres neuen Fahrzeugs, das am Sonntag, den 19.05.2019 feierlich eingeweiht wurde. Bereits um kurz nach acht Uhr morgens trafen die Musiker in Müllers Stadl kurz hinter Lauterbach ein, um sich mit einem Weißwurstfrühstück ausgiebig für die kommenden Aufgaben zu stärken. Einigen waren die Anstrengungen des Wettsägens am vorherigen Abend noch deutlich anzusehen, auch wenn nur ein einziges Zweierteam des Vereins teilgenommen hatte. Aber für die Unterstützung des Musik-Teams waren alle bis an ihre Grenzen gegangen – oder vielleicht auch doch nur einmal zu oft an die Bar. Nach dieser Stärkung spielte die Kapelle bei der ersten „Ausrückung“ ihrer neuen Dirigentin, wie man in Tirol zu sagen pflegt, für die zum morgendlichen Mahl bereits angereisten Feuerwehrkameraden und Gäste auf. Feuerwehrvorstand und Musikkamerad Thomas Sieber begrüßte alle Anwesenden hierzu recht herzlich und wünschte eine gute Unterhaltung mit der bezaubernden Dirigentin Melanie Möst. Nach einem gemütlichen Frühschoppen rief die Dirigentin dann gegen 10:15 Uhr zur Bieselpause, bevor sich die Musiker sowie Fahnenabordnungen und Feuerwehrler bereit zum Kirchenzug machten. Nach dem die Dirigentin ordnungsgemäß und in bester Marsch-Manier zur Aufstellung in 5 Reihen gerufen hatte, formierte sich die Kapelle schließlich nach der neune Marschaufstellung. Die Konfrontation mit einem durch die Luft wirbelnden Tambourmajorstab und der ungewohnte aber durchaus reizvolle Tiroler Feldschritt führten zu einigen Unsicherheiten bei den Musikern, aber nichtsdestotrotz führte die Dirigentin den Zug sicher zu seinem Ziel, dem Feuerwehrhaus in Lauterbach. Hier umrahmte die Musikkapelle den Festgottesdienst mit Fahrzeugweihe, der von Pater Petrus Adrian zelebriert wurde. Ebenso eine Neuheit in der Vereinsgeschichte war das Spielen eines Vorspiels vor den Volksgesängen, das nach dem Kauf von neuen Gotteslobnoten nun praktiziert wird. Dies führte diesmal nicht bei den Musikern sondern bei den Gottesdienstbesuchern zu Unsicherheiten, die in alter Gewohnheit ohne Vorspiel loslegen wollten. Nach den Ansprachen von Bürgermeister, Kreisbrandrat und Kommandant der Lauterbacher Feuerwehr formierte sich der Zug erneut und folgte dem nun geweihten Fahrzeug zurück zum Stadl. Hier gab es dann zuerst ein ordentliches Mittagessen, wahlweise Braten oder Spezialitäten vom Grill. An dieser Stelle sei auf die ausgezeichnete Verpflegung der Musiker durch die Feuerwehr und die Plattlermädla hingewiesen, die den Musikern ihre Wünsche im wahrsten Sinne des Wortes von den Lippen ablasen und von Bier über Kaffee bis zu Kuchen alles auf die Bühne lieferten. Hierfür ein großes Dankeschön! Nach einigen Runden traditioneller Blasmusik mit Märschen, Walzern und Polka, schwenkte Dirigentin Möst auf das Bierzelt-Stimmungs-Genere über und legte einen Hit nach dem anderen auf. Darunter die Polka „Trara, Es brennt!“, die bei den Feuerwehrlern besonders gut ankam. Gesanglich unterstütz durch die beiden MusikkameradInnen Andreas Nöß und Mirjam Lieb heizte die Kapelle dem Stadel richtig ein, was beim Publikum sehr gut aufgenommen wurde und für sehr positive Rückmeldungen sorgte. Um dreiviertel fünf war dann nach der zweiten Zugabe „Dem Land Tirol die Treue“ endlich Feierabend für die Musiker und sie konnten wohlverdient nach der ersten Ausrückung in den Feierabend abrücken.