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25.04.2018
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15.01.2017 11:08 Uhr

10 Jahre Freundschaft Musikkapelle Schabs

Es war einmal vor langer Zeit
ein Trompeter, der reiste viel und weit.
Aus seinem wunder schönen Heimatort
Steingaden, trug es ihn dann fort.

Nach Südtirol sollte er gehen,
um dort viel Arbeit zu versehen.
Und weil ihm Musik macht sehr viel Spaß
er sein Trompetlein nicht vergas

Als bald fand er dort eine Kapell,
und lernte die Leute kennen schnell.
Schwupps die Wupps war er in Kontakt
und hat es auch nach Schabs gepackt.

Die Leute dort fand er sehr nett,
und meinte bald, dass es was hätt
noch mehr aus seinem Orte her zu bringen -
doch nicht nur um guten Speck zu schlingen.

Seine Musikfreunde waren in seinem Sinn
und langsam bog man alles hin
Die Schabmer kamen zu den Bayern,
um miteinand ein Fest zu feiern.

Man freundete sich an,
beschloss selbst auch hinunter zu fahrn.
So ist die Freundschaft aufgekommen
die vor gut zehn Jahren hat begonnen.

Seit zehn Jahren besteht nun die Freundschaft zwischen den Musikkapellen Schabs und Steingaden, die mehr zufällig während eines Arbeitsaufenthalts des Steingädner Trompeters Fritz Strauß in Südtirol entstand. Dies nahm die Musikkapelle Schabs als Anlass die Freunde zu einer Jubiläumsfeier zu sich einzuladen. So machte sich eine Abordnung aus Steingaden auf den Weg nach Schabs zum traditionellen Törggelen, oder auch Törckelen wie mancher Musikvorstand zu sagen pflegte. Die Musiker hatten neben viel guter Laune, ein Fass guten bayerischen Biers und ein Vereinsbild als Geschenk mit im Gepäck. Am Samstag, den 26.11.2016 brachen die feierfreudigen Musikanten gegen Mittag zusammen im Bus unter den Klängen von Broadway Joe und Co auf und erreichten Schabs nach einem kurzen Zwischenstopp mit Cat-Walk-Session gegen 15:30 Uhr. Dort wurden die gut gelaunten Musikanten von einem Schabmer Komitee standesgemäß mit hochprozentigen Südtiroler Spezialitäten empfangen. Nach einer ausgiebigen Meet-and-Greet Prozedur fuhr man zusammen weiter ins nahe gelegene Brixen auf den Weihnachtsmarkt, wo man es sich mit Glühwein, heißem Apfelsaft, Jager Tää und Bratwürsten gut gehen ließ. Schließlich kehrte der Haufen zurück nach Schabs um seine Unterkünfte bei den Schabmern zu beziehen. Nach dieser kurzen Verschnaufpause ging es endlich mit dem Bus nach Natz zum Törggelen. Hier stießen noch etliche weitere Schabmer Musiker zur feiernden Gesellschaft und die Stube des Gasthauses füllte sich mit einer wohlklingenden Mischung aus Südtiroler und Stoagädner Dialekt. Wein wurde aufgefahren, noch mehr Wein wurde aufgefahren und am Essen wurde auch nicht gespart. Neben Kürbis- und Gerstensuppe standen drei Knödel als Vorspeise zur Auswahl, die aber nicht wie der gemeine Bayer vermutete Leber-, Brät- und Griesknödel in Suppe waren, sondern massive Knödel aus Spinat und Semmeln. Die eifrigen Wettkampfesser hatten nur kurz Zeit um sich die letzten Reste der Vorspeise mit Wein aus dem Mund zu spülen, bevor wuchtige Schlachtplatten mit Südtiroler Fleischspezialitäten, Sauerkraut und Bratkartoffeln aufgetischt wurden. (Die hätte der Schuster Sepp mal sehen sollen) Nachdem sich auch der letzte mit vollgeschlagenem Bauch zurück in seinen Stuhl fallen gelassen hatte, wurde eine kleine Jubiläums Zeremonie abgehalten, bei der die Festredner aus beiden Kapellen die mit-anwesenden Urheber (Paul Gasser, Stefan Obexer, Fritz Strauß und Markus Eicher) der Freundschaft ehrten und das Geschenk übereicht wurde. Der anschließende Applaus ließ vermuten, dass alle Anwesenden die damalige Entscheidung für gut befinden und dies nicht der letzte Ausflug dieser Art gewesen sein dürfte. Da der offizielle Teil nun quasi vorüber war, gab es kein Halten mehr und Heiterkeit, die nicht zuletzt dem Wein zuzuschreiben ist, machte sich breit. Die Stimmungsmusiker Andi Nöß und Michi Riesemann hatten ruckzuck ihre Instrumente bereit und spielten mehr als schneidig auf. Auch Vorstand Andi Strauß ließ es sich nicht nehmen „Highway to Hell“ auf der Gitarre zu performen und brachte die Menge damit zum Kochen. Besser hätte die Stimmung nicht sein können. Es wurde geplattelt und geklatscht und „olles danzt olles locht“. Schließlich wurde die freudige Gruppe gegen Ein Uhr von der überaus freundlichen Wirtin aus dem Wirtshaus geschmissen – die einen sahen sich nun mit einer Anspruchsvollen Heimreise über kurvige Passstraßen konfrontiert, die anderen beschlossen noch einen gemütlichen Weinkeller in Schabs aufzusuchen, da der Abend ja noch immer jung war. Komischerweise hatte die Gruppe auf einmal einen Großteil der Steingädner Damen und eine Hand voll Schabmer Jünglingen verloren – verdächtig. Nichtsdestotrotz ließen die noch anwesenden den Abend freudig ausklingen und begaben sich in den frühen Morgenstunden dann ins Bett. Am nächsten Morgen gab es ein gemeinsames Frühstück im Gemeindehaus – die einen hatten schon wieder Hunger, viele andere eher weniger. Gegen 10 Uhr brachen die Steingadener nach großer Verabschiedung mit ihrem Bus wieder gen Heimat auf. Schnell kehrte Ruhe im Bus ein bis auf einmal wieder der Broadway Joe aus den Lautsprechern jodelte und das schlafen erheblich erschwerte. Da man bekanntlich von einem Musikerausflug nicht vor Sonntagmittag nachhause kommen darf, beschloss der Vorstand kurzerhand eine ausgiebige Mittagspause im malerischen Dörfchen Oberammergau zu machen. Schließlich konnte der Rest des Heimwegs ohne weitere Zwischenfälle zurückgelegt werden und die Musikerschar traf wohlbehalten in Steingaden ein.